Samstag, 13. August 2011

7 Wochen sind vorbei - 20 weitere folgen noch..

Hallo ihr lieben!

Ein paar Tage sind seit meinem letzten Eintrag vergangen und viel ist passiert in der Zwischenzeit!

Gerade bin ich von einem 5tägigen ‚Führungskräfte-Seminar’ in Svendborg, DK
zurückgekehrt und ich muss sagen, ich bin immer noch geflasht von all den neuen Eindrücken, Erkenntnissen und Einsichten, die ich dort gewonnen habe.

Am besten erzähle ich aber der Reihe nach.  J

Letzte Woche Sonntag ging es abends mit dem Firmenwagen los. Mein Kollege Michael, der auch Ende März befördert wurde, holte mich gegen 19h ab und auf ging es nach Dänemark!

Nach einer recht unspektakulären Fahrt kamen wir abends gegen halb elf am Hotel an.
Interessanterweise gibt es in diesem Hotel kein Personal, wie man das zB an einer Rezeption erwarten würde.
Stattdessen hatten wir vorab per Email den Code für die Eingangstür bekommen. Zum Glück hat dieser funktioniert und so konnten wir am Bildschirm unsere Zimmernummer ablesen. Die Schlüsselkarte für das jeweilige Zimmer war in einem kleinen Fach an der Wand neben der Zimmertür zu finden. Das Zimmer selbst war sehr funktional aber gemütlich und völlig ausreichend ausgestattet. Erfreulicherweise gab es sogar einen PC mit Internetanschluss, was die tägliche Kommunikation mit dem Helden eindeutig vereinfacht hat, und zwei deutsche Fernsehsender fanden sich auch.
An diesem Abend hieß es aber nur noch Sachen verstauen und ab ins Bett!

Insgesamt kann ich sagen, dass die Verpflegung einfach hervorragend war!
Nicht nur gab es drei Mahlzeiten in Buffetform, wo wirklich jeden Tag für jeden etwas dabei war, sondern außerdem wurden wir im Trainingsraum erstklassig mit Getränken, Obst und Kuchen versorgt! 

Das erste Modul sollte am Montag morgen um halb zehn beginnen. Die meisten Teilnehmer fuhren Montag früh mit einem Reisebus von Kopenhagen ins Training Center nach Svendborg, während wir schon dort in der Kantine beim Frühstück saßen.

Die Damen an der Rezeption im Training Center waren unglaublich freundlich und hilfsbereit! Um viertel nach neun war der Bus mit den restlichen Teilnehmern dann endlich da. Bis die Kollegen sich dann soweit sortiert hatten, hatten Michael und ich uns schon unsere Plätze an einem der vier runden Tische im Seminarraum reserviert – Nein, wir haben KEINE Handtücher benutzt! – und warteten gespannt auf das Kommende.

Unser Coach war eine unheimlich nette, lustige und erfahrene kleine Texanerin namens Sandra, die auf dem ganzen Globus Kurse zum Thema Menschenführung, Coaching usw gibt.
Wir bekamen einen dicken Ordner voller Hefte, für jedes Modul einen, dazu noch ein, zwei Bücher mit Fachliteratur und dann ging es auch schon los.

Mit Namensschildern ausgestattet überstanden wir die Vorstellungsrunde. Schnell gab es die ersten lustigen Sprüche – vor allem aus der Richtung der beiden schottischen Teilnehmer – und sofort war die Stimmung gelöster und bereit zur Informationsaufnahme.

Es war wirklich spannend zu beobachten, wie die einzelnen Teilnehmer sich über die Wochen entwickelt haben, welche persönlichen und auch kulturellen Unterschiede es gab, die die Gruppe insgesamt aber immer weiter gebracht haben.
Wir waren übrigens 19 Teilnehmer aus 10 verschiedenen Ländern: D, DK, IND, KZH, SIN, EGY, QAT, ENG, SCO und RUS. 

Die Themen, die dieser Kurs abgedeckt hat, wurden ausgiebig und intensiv behandelt, mit der gesamten Runde, in Kleingruppen oder auch in Einzelarbeit. Langweilig wurde es nie und jeder von uns hat viel über sich und die vielfältigen Aufgaben und Möglichkeiten als Führungskraft gelernt.

Abends wurde es dann richtig gemütlich!

Montags sind wir gleich zum nahe gelegenen Supermarkt gefahren, um ein bisschen Bier, Cola und Knabberkram zu besorgen. Anschließend ging es im Aufenthaltsraum im Keller bei Tischfussball und 2 Sorten Billard sehr lustig zu. Ein Kollege hatte seinen iPod an die vorhandene Musikanlage angeschlossen und so hatten wir auch die passende Hintergrundmusik.

Dienstags hatte die Küche alle Zutaten für einen leckeren Irish Coffee spendiert: Kaffee, Whiskey, Sahne und Zucker. Den hatten wir auch echt nötig, denn das Wetter ließ echt zu wünschen übrig… Ich hatte Dienstag abend noch die Chance genutzt und eine trockene, wenngleich windige Phase genutzt und war schön laufen – war auch nötig nach dem leckeren Abendbrot!! – und danach tat das alkoholische Heißgetränk natürlich sehr gut ;o)

Mittwochs ging es dann im strömenden Regen per Bus erst zur Villa Anna – dem Stammhaus der Familie Maersk-McKinney Möller, die wir uns von außen anschauen konnten (spannend…..) und danach fuhren wir dann weiter nach ‚downtown’ Svendborg in eine richtig gemütliche Kneipe.
Dort gab es dutzende Sorten Bier und einen Flachbildschirm, denn am Abend spielte Dänemark gegen Schottland. Das Spiel Deutschland gegen Brasilien wurde leider nicht übertragen, aber die Kollegen haben mich via iPhone auf dem Laufenden gehalten. ;o)
Es war schon sehr lustig, denn die 7 von uns, die bis zum Ende des Spiels blieben, waren 2 Schotten, 3 Dänen, 1 Engländer und ich. Die Schotten und Dänen waren in das (irgendwie langweilige…) Spiel vertieft und warfen gegenseitig mit Kommentaren um sich, der Engländer und ich haben und eher um Bier und Konversation gekümmert. Da wir uns nicht entscheiden konnten, ob wir für Dänemark oder doch eher Schottland waren, beschränken wir uns auf ‚neutral sounds’ wie „uuuuuuuh“ – das passte immer! xD Was haben wir gelacht!

Am Donnerstag fanden wir uns dann abends wieder zum Pool, Kicker und Klönschnack im Keller ein. Es gab hitzige Duelle am Kickertisch, strategische Umbesetzungen bei den Billard-Doppels und jede Menge guter Musik und Spaß.

Freitag morgen hatten wir Gelegenheit, Simulatoren für die Bohrinsel-Crews und den dazugehörigen „Ankerwerf- und löskommandos“ zu besichtigen. Wahnsinn, was da für eine Technik dahinter steckt und was man alles berücksichtigen muss, wenn man zB 1500m Ankerkette mit dazugehörigem Anker nach mehreren Jahren Liegezeit wieder vom Seeboden hoch bekommen möchte….. Ein ausgewachsener Mann kann übrigens max ein einzelnes Ankerglied tragen, so schwer sind die Dinger… könnt ihr euch vorstellen, wie viele Kettenglieder zusammen 1500m ergeben und welche Kräfte nötig sind, um dies zu bewegen? Und von dem eigentlichen Anker selbst war an dieser Stelle noch gar nicht die Rede! Bestimmte Bohrinseln werden übrigens mit ca 8 solcher Anker befestigt, je nach Lage, Tiefe, Auftrag usw. Sehr beeindruckend!

Im Anschluss haben wir uns dann ‚nur noch’ mit der Zusammenfassung der vergangenen Woche beschäftigt und pünktlich um viertel nach 12h waren wir fertig.
Der Bus für die Kollegen nach Kopenhagen stand bereit, die Küchenmannschaft hat unglaublich leckere Sandwiches als Wegzehrung bereitgestellt und eh ich’s mich versah, hatten schon alle Tschüß gesagt und Michael und ich saßen im Auto auf dem Heimweg.

Leider hat uns die A7 ziemlich lange aufgehalten und es hat etwa 5einhalb Stunden gedauert, bis ich endlich wieder zuhause war.

Theoretisch war dann gestern auch Karatetraining angesagt, aber ich mochte niemanden mehr sehen oder hören. Ich habe in Ruhe meine Sachen verstaut, eine Waschmaschine angesetzt und natürlich den Brief vom Helden gelesen, der im Päckchen ENDLICH angekommen war! :D

Danach gab es Pizza und Last Samurai und ich war vor zehn im Bett verschwunden.
Man glaubt gar nicht, wie anstrengend so eine Woche sein kann!

Wir haben im Laufe des Seminars jeder konkrete Ziele und Zeitpläne gesteckt, die wir jetzt ‚nur noch’ umsetzen müssen… wobei dies der schwerere Part ist.. Ich bin gespannt, wie es bei mir läuft! Ich bin inspiriert und motiviert – jetzt liegt es an mir meine Kollegen mitzureißen und zu begeistern! 

Dieses Wochenende kümmere ich mich aber noch um mich, denn irgendwie habe ich das Gefühl, ich brauche das.

Heute Abend steht wieder eine Vocalitas-Probe an – nur noch eine Woche bis zum Konzert !!!
Morgen früh kommt dann Biene zu Besuch und bleibt hoffentlich für ein, zwei Tage.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende!

Danke, dass ihr das lest und mich unterstützt!
 
Liebe Gruesse
Tajima

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